Fethiye an der Südwestküste der Türkei ist einer jener seltenen Orte, an denen das antike Lykien auf türkisfarbene Buchten trifft. In diesem Ratgeber gliedern wir die Stadt in fünf Themen, von Geschichte bis Natur, vom Meer bis zum Basar, sodass sich über den Artikel hinweg mehr als zehn Erlebnisse zusammenzählen lassen.
Antike Spuren: Felsengräber, Telmessos und Kayaköy
Fethiyes ikonischster Anblick sind die Amyntas-Felsengräber, direkt oberhalb der Stadt in die Felswand gehauen. Diese lykischen Gräber aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. erheben sich mit tempelartig gearbeiteten Fassaden über den Straßen; besonders bei Sonnenuntergang, wenn der Stein golden leuchtet, wirken sie geradezu magisch.
Unter der heutigen Stadt liegt das antike Telmessos. Beim Schlendern durch die Gassen stößt man auf Sarkophage, Burgruinen und Schichten von Geschichte, ein kleines, aber einprägsames Erbe, das Fethiye weit über eine gewöhnliche Küstenstadt hinaushebt.
Nur eine kurze Fahrt entfernt liegt Kayaköy, ein nach dem Bevölkerungsaustausch von 1923 verlassenes griechisches Dorf. Hunderte dachlose Steinhäuser ziehen sich einen Hang hinab; seine Stille versetzt einen zurück in die Zeit, deshalb lieben Fotografen und Wanderer dieses Geisterdorf.
Natur: Saklıkent-Schlucht, Schmetterlingstal und Lykischer Weg
Die Saklıkent-Schlucht ist eine der längsten und tiefsten Schluchten der Türkei. Hinter dem Holzsteg watet man ins eiskalte fließende Wasser und dringt zwischen hohen Felswänden vor, ein Schwall kühler Luft und Abenteuer, unvergesslich an einem heißen Sommertag.
Per Boot oder über einen steilen Pfad erreichbar, ist das Schmetterlingstal (Kelebekler Vadisi) eine versteckte Bucht, von steilen Klippen umringt und mit eigenem Wasserfall. Seinen Namen verdankt es den Tigerfaltern, die hier im Sommer leben; herrlich unberührt geblieben, ist es ein beliebter Halt der Tagesbootstouren.
Für begeisterte Wanderer ist der Lykische Weg ein legendärer Fernwanderweg, der nahe Ölüdeniz beginnt und der Küste folgt. Die gesamte Route ist anspruchsvoll, doch schon eine kurze Etappe von wenigen Stunden belohnt mit Pinienwäldern und weiten Blicken hinab aufs Meer.
Meer und Boot: 12 Inseln, Ölüdeniz und Gleitschirmfliegen
Der Klassiker in der Bucht von Fethiye ist die Bootstour zu den 12 Inseln. Die ganztägige Fahrt legt Badestopps in den versteckten Buchten ein, die über die Bucht verstreut sind, ein idealer Tag zum Schnorcheln im klaren Wasser und Entspannen an Deck.
Fethiyes weltberühmtes Wahrzeichen ist Ölüdeniz. Diese ruhige Lagune, in der das Meer von der offenen Bucht abgeschirmt ist, leuchtet in außergewöhnlichen Türkistönen und zählt zu den meistfotografierten Stränden der Türkei. Von der Stadt aus ein leichter Tagesausflug.
Vom darüberliegenden Babadağ aus gestartet, ist das Gleitschirmfliegen der Weg, Ölüdeniz aus völlig neuer Perspektive zu sehen. Aus rund 2.000 Metern zu springen und über der Lagune zu schweben ist ein mutforderndes, aber wahrhaft einmaliges Erlebnis.
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Stadt und Kultur: Dienstagsmarkt, Fischmarkt und Paspatur
Fethiyes Puls schlägt auf seinen Märkten. Der lebhafte wöchentliche Dienstagsmarkt ist ein bunter Ausschnitt lokalen Lebens, frisches Obst und Gemüse, Gewürze, Olivenöl und Kunsthandwerk. Wer früh am Morgen kommt, findet das Beste.
Im Herzen der Stadt funktioniert der berühmte Fischmarkt nach einem reizvollen Ritual: Man wählt seinen Fisch an den Ständen aus und bringt ihn dann in eines der umliegenden Restaurants, das ihn gegen eine kleine Gebühr zubereitet. So frische Meeresfrüchte findet man kaum anderswo.
Der von Yachten gesäumte Yachthafen und die enge Altstadt (Paspatur) sind wie geschaffen für Abendspaziergänge. Durch die Läden der steinernen Gassen von Paspatur zu bummeln, bei einem Kaffee zu verweilen und die warme Atmosphäre aufzusaugen, ist der krönende Abschluss jedes Fethiye-Besuchs.
Praktische Tipps: Fortbewegung, beste Saison und Flughafen
Innerhalb Fethiyes erreichen Sie das meiste zu Fuß oder mit einer kurzen Taxi- oder Dolmuş-Fahrt; für abgelegene Ziele wie Saklıkent, Kayaköy oder Ölüdeniz macht ein privates Fahrzeug das Leben jedoch weit leichter. Wer als Gruppe oder mit Gepäck reist, spürt den Komfortunterschied deutlich.
Die beste Reisezeit ist Mai–Juni und September–Oktober, wenn das Wetter warm, das Meer einladend und es weniger voll ist als im Hochsommer Juli–August. Der Hochsommer bietet dafür eine lebhaftere Stimmung und garantierte Sonne.
Das Haupttor nach Fethiye ist der Flughafen Dalaman (DLM), etwa 50 km / ~50 Minuten von der Stadt entfernt. Ein Privattransfer zum Festpreis bringt Sie direkt vom Flughafen zum Hotel, und während Ihres Aufenthalts erreichen Sie Saklıkent, Ölüdeniz oder Kayaköy bequem per privatem Tourtransfer.
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